Ein stolzer Hirsch einst einen Spiegel fand Und stundenlang dann davor stand.
Sein Geweih befand er für ' ne Pracht Doch seine Füße als etwas worüber jeder lacht. Auf dem Haupt ein königlicher Sonnengruss Und untenrum ein dürrer Fuss Oben majestätisch baumeskronengleich etwas spriesst Unten kümmerlich, was ihn sehr verdriesst.
Da kam ein Jagdhund angerannt Die dürren Füsse tragen ihn geschwind, die er eben noch verdammt So schnell hinfort gleich wie der Wind.
Doch Weh und Ach, das eben vielgepriesene Geweih, so schön und groß Verheddert sich in Ästen drin und kommt draus nimmer los.
So schau nicht auf des Äussern Schein Und schätze auch das dünne Bein.
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